Einrichtung eines PC-Netzwerks mit WindowsNT 4.0

 

WindowsNT ist auf den ersten Blick nichts anderes vom Aussehen der Oberfläche her als seine Vorgänger und Mitläufer Windows 95 und 98. Und trotzdem, wenn man näher hinschaut, erkennt man ein Betriebssystem, daß das allgemeine Ziel verfolgt, Rechner miteinander zu vernetzen. Gerade die im Hintergrund ablaufenden Prozesse und die individuellen Tools heben es von den anderen Windows-Betriebssystemen deutlich ab.

Auf dieser Seite soll nun veranschaulicht werden, wie einfach es sein kann, sich ein normales Windows-Netzwerk in Schnelle aufzubauen und die vielen Vorteile nutzen zu können. Und los gehts ....

Ein wichtiges Thema vorab :

NTFS oder FAT

 

Den WindowsNT-Server installieren

Sind alle Fragen zur Hardware geklärt und der Rechner, der zum Server werden soll, einsatzbereit, kann die Installation des Betriebssystems erfolgen.
Sinnvoll wäre es, gleich von der CD-ROM aus zu booten, dies sollte Ihr Rechner gerade in der heutigen Zeit auch können, ändern Sie hierzu die entsprechende Einstellung des Bootmediums im Bios Ihres Rechners. Ansonsten müssen Sie den umständlicheren Weg wählen und über die drei Bootdisketten booten, dann sollte die Bootreihenfolge im Bios auf "A;C" eingestellt sein.

Das erste Setup begrüßt Sie dann auch nach dem erfolgreichen Booten mit einem Willkommensgruß und vier Startoptionen, aus denen Sie auswählen können, die allesamt selbsterklärend sind. Drücken Sie die Eingabetaste, um in das nächste Menu zu gelangen.
Hier haben Sie nun die Möglichkeit, die in Ihrem Rechner installierten Festplatten, CD-ROM-Laufwerke und sonstige Hardware automatisch von Windows erkennen zu lassen. Nach kurzer Zeit sollten Ihnen dann auch über diesen Schirm alle Ressourcen angezeigt werden, über die Ihr Rechner verfügt. Sie bestätigen wiederum mit der Return-Taste.
Im nächsten Bildschirm der Installation wird Ihnen die gesamte Hardware noch einmal aufgelistet. Sollte etwas falsch sein, können Sie dieses leicht und schnell ändern, in dem Sie mit dem Cursor auf die entsprechende Komponente gehen und dann die Return-Taste drücken, um eine Auswahl zu erhalten. Wenn Sie mit allem fertig sind, geht es über den Eintrag Obige Angaben treffen für meinen Computer zu mit der Eingabetaste weiter in den nächsten Schirm.
In diesem Bereich der Installation geht es jetzt ans Eingemachte, die Partition, auf der WindowsNT installiert werden soll, muß ausgewählt werden (in den meisten Fällen Ihre C-Partition). Windows erkennt den freien Speicherplatz und mit dem Bestätigen der Partition wird auch der gesamte Speicherplatz für das Betriebssystem genutzt. Sollten Sie dies nicht wollen, können Sie immernoch mit der Taste E den Speicherplatz weiteraufteilen, mit der Taste L kann eine Partition wieder gelöscht werden.

In zwei weiteren Schritten der Installation werden Sie noch gefragt, wie die Partition formatiert sein soll, entweder mit NTFS (dies bietet sich meistens an, siehe oben) oder mit FAT und sie werden nach einem passenden Installationspfad gefragt, in der Regel wird \WINNT genommen, da dies sehr aussagekräftig ist.

Im vorletzten Schritt der Installation wird die ausgewählte Partition noch einmal vorab auf Fehler überprüft. Dies kann schon einige Zeit in Anspruch nehmen, bitte brechen Sie diesen Vorgang nicht ab, er ist sehr wichtig für das fehlerfreie Kopieren der Daten.
Dies ist dann auch der (vorerst) letzte Installationsprozeß, der nun noch folgt. Sämtliche Daten werden von CD kopiert, der Vorgang wird durch das Setup-Programm angezeigt und zu Ende werden Sie zum Neustart des Rechnern aufgefordert.
AUFPASSEN ! Bei diesem Neustart darf weder die CD-ROM noch irgendeine Bootdiskette im Laufwerk sein !

Somit ist die rein zeichenorientierte Installation zu Ende, wir beginnen nun nach dem Neustart mit der graphischen.

Nachdem der graphische Installationsassistent geladen wurde, kommen Sie über die Weiter-Taste zum eigentlichen Setup-Modus. Hier können Sie zwischen Standard, Minimal und Benutzerdefiniert wählen, die Option Laptop nehmen wir hier mal nicht ernst.
Standard wählt automatisch alle sonst optionalen Komponenten der Installation aus und installiert diese. Diese Option sollten Sie immer nehmen, wenn Sie sicher sein wollen, daß auch alles wichtige und alle Tools installiert werden.
Minimal installiert nur die allernötigsten Komponenten des Betriebssystems, die zum Ausführen wichtig sind. Nur wenn Sie speicherplatztechnisch schlecht ausgerüstet sind, sollten Sie diese Methode wählen, ansonsten ist strikt davon abzuraten.
Benutzerdefiniert läßt dem Administrator frei, welche Komponenten er installieren will. Die Installationsmethode erfordert allerdings doch ein wenig Hintergrundwissen und zudem auch mehr Zeit. Die Standardmethode ist da sinnvoller.

Haben Sie sich entschieden, gelangen Sie in den Authorisierungsschirm, in dem Sie zuerst einmal Ihren Namen eingeben und Ihre Firma (optional), danach gelangen Sie zum allseits bekannten Abfragebildschirm, in dem Sie den windowsüblichen Registrierungscode eingeben müssen. Bestätigen Sie diese Eingaben mit der Weiter-Taste.

Nun kommen drei wichtige Schritte der Installation. Zum ersten müssen Sie den Lizensierungsmode festlegen. Der Eintrag Pro Server steht für die maximale Anzahl von PC-Clients im Netzwerk, die gleichzeitig auf den NT-Server zugreifen können (diesen Eintrag sollten Sie in der Regel wählen). Der andere Eintrag ist die Alternative dazu, und zwar der Eintrag Pro Arbeitsplatz. Er hat zum Ziel, daß jeder angeschlossene PC-Client seine eigene Lizenz braucht, um auf den Server zugreifen zu können. Das nächste Fenster beschäftigt sich mit dem Thema Computername. Natürlich kann der Rechnername auch später noch geändert werden über die Systemsteuerung, trotzdem müssen Sie hier schon einmal vorab einen pregnanten anlegen wie z.B. NetzServer. Der nächste Schritt der Installation hat auch mit dem Begriff Server zu tun, es wird hier die Server-Art festgelegt, drei Arten stehen zur Auswahl :
Primärer Domänen-Controller : Er ist der Server im Netzwerk, der die Benutzerdatenbank verwaltet und an dem sich die Clients anmelden müssen und wo Ihre Rechte verwaltet werden (diese Art sollten Sie normalerweise auch nehmen).
Sicherungs-Domänen-Controller : Diese Art von Server ist sozusagen die rechte Hand des Primären Domänen Controllers. Er besitzt eine Kopie der Benutzerdatenbank und kann im Notfall, wenn der Primäre Domänen-Controller ausfällt, für diesen einspringen und seine Funktion komplett übernehmen.
Alleinstehender Server : Auch diese Art wird öfters in kleineren Netzwerken verwendet, es ist eine Alternative zum Primären Domänen-Controller, denn auch dieser alleinstehende Server besitzt eine Benutzerdatenbank und besitzt die sog. Kontrollfunktion übers das Netzwerk.

Im weiteren Schritt werden Sie aufgefordert, ein Administrator-Kennwort einzugeben, daß Sie dann bei jedem neuen Start des NT-Servers zur Authorisierung verwenden. Denn auch dieses Passwort wird auf dem Server abgelegt und geht ein in die Überprüfung der Administratoranmeldung am Bildschirm, damit die Sicherheit gewährleistet wird. Bewahren Sie dieses Passwort gut auf, am besten an einem sicheren Ort, denn ohne das Passwort sind Sie völlig machtlos und haben weder Zugriff auf den Server noch auf die angeschlossenen und konfigurierten Ressourcen und die Benutzerdatenbank.
Die Notfalldiskette aus dem folgenden Schritt werden Sie noch aus den Windows-Zeiten kennen. Gerade im Bereich Server sollten Sie immer eine parat haben, falls dieser einmal nicht mehr richtig hochfährt, denn dies kann fatale Folgen haben.

 

Die weitere Installation und Bildschirmfotos folgen demnächst... also bleiben Sie dran !

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